Art of noise


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BANDS

Art of noise 3

NEAERA:
Münster/Westfalen im Sommer 2003: Der bisher in einer Deathgrind-Formation namens Malzan aktive Gitarrist Tobias Buck gründete ein Nebenprojekt, das in Richtung Moshcore mit schwedischen Einflüssen tendieren sollte. Das ursprüngliche Line-up stand mit Sebastian Heldt (d), Benny Hilleke (v) und Benjamin Donath (b) recht schnell. Kurz vor dem ersten Auftritt entstand der Bandname: The Ninth Gate. Kurz nach diesem Gig stieß als Letzter Stefan Keller an der zweiten Gitarre zu dieser aufstrebenden Combo, deren Kreativoutput er durch seine tief im Death Metal verwurzelten Riffideen merklich bereicherte.

Am 2.April des Jahres 2004 - nicht einmal ein Jahr nach Gründung der Band und wenige Monate, nachdem aus dem Quartett ein Quintett geworden war - bekamen The Ninth Gate von Metal Blade Records einen Plattenvertrag angeboten. Für die fünf Metalheads wurde buchstäblich ein Traum wahr. Hinzu kam die Einsicht, dass ein neuer Bandname für die alte, aus der Not geborene Bezeichnung her musste. Als Ergebnis wurde etwas gewählt, das als repräsentativ in Bezug auf die Gesamtbotschaft der Band erachtet werden konnte: Der Name einer Figur aus der griechischen Mythologie; der Name einer Frau, die in die sexuelle Sklaverei geboren, ein Leben lang geächtet, unterdrückt und ausgebeutet worden war. Der Name der Frau lautete NEAERA.

Unter diesem Banner wurde der Vertrag bei Metal Blade Records dingfest gemacht. Im November 2004 ging es direkt bei Produzenten-Altmeister Andy Classen ins Stage-One Studio im ländlichen Bühne, um das erste Album aufzunehmen. Das NEAERA-Erstlingswerk ‚The Rising Tide Of Oblivion’ erschien am 21. März 2005 und konnte mit fast ausschließlich positiven Rezensionen für Aufmerksamkeit sorgen. Kurz nach Release spielten die Jungs unzählige Shows und Tourneen im In- und Ausland, u.a auch eine Europa Tour mit Bands wie As I Lay Dying und Heaven Shall Burn.

Auch in Sachen Songwriting blieben die Jungs nicht unproduktiv. Bereits im Juli 2006 wurde ein Termin bei der aufstrebenden Produzentengröße Jacob Hansen in den dänischen Hansen Studios für Januar 2006 gemacht. Der Songwritingprozess erstreckte sich über das gesamte Jahr, in dem Tobias Buck, Stefan Keller und Sebastian Heldt pro Monat ca. einen neuen Song schrieben. Die Zusammenarbeit mit Jacob Hansen erwies sich als ausgezeichnet und überaus zufriedenstellend. ‚Let The Tempest Come’ wurde am 7. April 2006 veröffentlicht.

Mit ihrem zweiten Album bewiesen die fünf, dass sie nicht nur dem Druck des starken Erstlingswerks gewachsen, sondern auch musikalisch gereift waren. Die neuen Songs wurden sowohl von den Fans wie auch von der Presse begeistert aufgenommen. So konnte ‚Let The Tempest Come’ unter anderem – wie bereits ‚The Rising Tide Of Oblivion’ – im deutschen Metal Hammer die Bestnote von 7 möglichen Bewertungspunkten erreichen. Danach legten NEAERA einen wahren Tour- und Festivalmarathon hin. Neben europaweiten Tourneen mit Kataklysm oder Caliban wurden erstmals auch große Festivals wie das Summer Breeze, With Full Force oder Donauinselfest in Angriff genommen.

Ende Mai 2007 machten sich Tobias Buck und Sebastian Heldt auf den Weg in die wohlbekannten Hansen Studios, um mit den Aufnahmen für das dritte NEAERA-Langeisen zu beginnen, dessen Titel da lautete: ‚Armamentarium’. Ein Novum stellte die „zweigleisige“ Zusammenarbeit mit Produzenten außerhalb der Hansen Studios dar. Im Rape of Harmonies Studio im ostdeutschen Triptis nahm Sänger Benny unter der Regie von Alexander Dietz und Ralf Müller die Vocals für das Album ‚Armamentarium’ auf, welches am 24. August 2007 auf die Fans losgelassen wurde. ‚Armamentarium’ schaffte sogar den Sprung in die offiziellen deutschen Albumcharts auf Platz 65! Etliche Festivals (u.a. Wacken Open Air) und weitere Tourneen durch ganz Europa sollten folgen, so dass NEAERA bis dato über 300 Shows in insgesamt 20 Ländern, darunter auch Russland, Estland und Griechenland absolviert haben.

Im Januar 2009 Jahres begaben sich die Jungs dann erneut und diesmal komplett ins Rape of Harmonies Studio um dort ihr mittlerweile viertes Album ‚Omnicide – Creation Unleashed’ zusammen mit Produzent Alexander Dietz aufzunehmen. Für Mix und Mastering zeigte sich der weltbekannte Metaldoktor Zeuss verantwortlich, der diesem vertonten Panzer seinen gewohnt fetten Soundstempel verpasste.

Das Ergebnis der NEAERA - Rape of Harmonies – Zeuss – Zusammenarbeit ist eine 10 Songs umfassende Bestie von einer Platte, auf dem die Essenz all dessen, was die Band ausmacht, eingefangen wird; brutale Mosher, aggressive Blasts und abgrundtief fiese Melodien formen ein Album, welches das Chaos im Pit spürbar atmet. Bei den Texten bleiben NEAERA bei der prägnanten Mischung aus sozial und politisch relevanten Themen und selbstreflektiven, auf persönlicher Ebene interpretierbaren Ansätzen.

‚Omnicide – Creation Unleashed’ erschien im Mai 2009 und stieg In den deutschen Albumcharts auf einem sehr starken Platz 51 ein! Es folgten weitere Festivals, wo man unter anderem mit Größen wie Rammstein die Bühne teilte, sowie eine einmonatige Europatour mit Earth Crisis und Sworn Enemy.

Nachdem der parallel laufende Songwritingprozess abgeschlossen war, verlor die Band keine Zeit und plante sofort den nächsten Studioaufenthalt, um so schnell wie möglich den nächsten Schlag zu setzen. Für den Aufnahmeprozess von ‚Forging The Eclipse‘ wurde neben dem Mann des Vertrauens, Alexander Dietz, Altmeister Andy Classen erneut mit ins Boot geholt und in dessen Stage One Studio die Drums eingehämmert. Für den Mix des mittlerweile fünften NEAERA Full Length fiel die Wahl auf niemand geringeren als Tue Madsen, der in seinem Antfarm Studio alle Regler auf „fett“ drehte und so das Songmaterial unnachahmlich in Szene setzte.





INARCADIA:
Nach der Gründung gegen Ende 2007 gelang es INARCADIA in relativ
kurzer Zeit sich einen Namen in der Szene im In- und Ausland zu erspielen.
Es wurde hart an der Musik gefeilt und geschliffen und zahlreiche Konzerte
gespielt, unter anderem Supports für Bands wie Architects, Walls of Jericho,
August Burns Red, Azriel, For The Fallen Dreams, Misery Signals, Evergreen
Terrace, Bane, The Red Chord, Have Heart, Emmure, Rise and Fall, War from
a Harlots Mouth, Horse the Band.
Trotz eines guten Starts wurde weiter an der Musik gefeilt und versucht aus
den guten Ansätzen die durchschienen, ein ganzheitliches musikalisches
Konzept herauszuarbeiten, dass zu den 5 Jungs passt. Nach nunmehr 3 Jahren
hat Inarcadia einen Stil gefunden mit dem sie sich identifizieren können,
angesiedelt irgendwo zwischen Hardcore, Metal und GOA.
Nach ihrer erfolgreichen Demo "Enigma" 2009, konnten sich Inarcadia einen
weltweiten Plattenvertrag bei dem renommierten UK Label "Rising Records"
sichern, über welches ihr erstes Album "Amongst Mere Mortals"
veröffentlicht wurde.




AZAHEL'S FORTRESS:
Azahel's Fortress ist energischer und abwechslungsreicher Black Metal, der sich zwischen kaltem Skandinavien-Stil mit melodischen Riff-Kaskaden und groovigen Rock Einflüssen mit halsbrecherische Thrash Teilen platziert. Ein Hauch von längst vergessenen heidnischen Zeiten führt den Höhrer in die tiefen Wälder der böhmischen Berge.
Nach der Produktion von 3 Demo-CDs sowie dem Debut-Album in Eigenregie, gelang es der Band mit neuem Material das steirische Label "Bloodred Horizon Records" zu begeistern.
Seit der Veröffentlichung von "The Chaos Kingdom" im Frühjahr 2010 gilt es, das neue Material auf so vielen Konzerten wie möglich zu promoten, das aktuelle Line-Up (u.a. mit Mitgliedern von Hellsaw, Third Moon, Seeds of Sorrow, Sanguis,...) macht dies ohne Kompromisse möglich.





MOSFET:
Wie eine ungezähmte Bestie, die aus dem Sumpf der trostlosen Erinnerungen emporsteigt, beißt sich derzeit eine angriffslustige Formation unter dem Banner MOSFET mit auffallender Vehemenz aus dem vorherrschenden Gros der österreichischen Metal-Combos und besticht mit einem fulminanten, musikalischen Gesamtkonzept, das auf den glorifizierten Tugenden des kruden Rock’n’Roll basiert.

Nach einem von Höhen und Tiefen gezeichneten Underground-Werdegang, lassen die fünf jähzornigen Banditos schließlich die ausgereifte Abrissbirne sprechen und entschleiern ihren ersten Full-Length-Overkill - „Sickness Of Memory“ – ohne dabei den Boden unter den Füßen zu verlieren. Und man muss deutlich konstatieren, dass der MOSFET-Truck auf der Überrollspur bleibt. Denn ihrer kaltschnäuzigen Soundcollage aus ungeniert offensivem Thrash/Speed-Metal und melodiebeseeltem Death Metal, der sogar zeitweise so manches schwarzmetallische Moment skizziert, bleiben die Herren auf ganzer Linie treu.

Dem stets enthusiastisch gehuldigten, räudigen Rock’n’Roll-Beigeschmack schenkt man nach wie vor angemessenen Freiraum in den rauen Klangkonstrukten. So werden wahnwitzige, gitarristische Rollercoaster mit rauchig-rockigen Akzenten unbekümmert durch den Bay-Area-Reißwolf gedreht und partiell mit emotionsgeladenen Melodiebögen versehen. Ein dynamisches Schlagwerk sorgt für den obligaten Knalleffekt und ein smarter Tieftöner lässt dazu brachial die Wände wackeln.

Und genau diese Verschmelzung von genrespezifischen Sound-Charakteristika macht eine spontane Definition der Musik von MOSFET unmöglich oder besser gesagt so speziell.


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